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Er ist ein Meckenheimer durch und durch.

Und stolz auf seine Heimatstadt, in der er

vor 61 Jahren – im Ruhrweg – zur Welt kam.

„Eine Hausgeburt, wie das damals so üb-

lich war“. Deshalb bezeichnet er sich selbst

scherzhaft als „Ureinwohner 1. Klasse“. In

der Baumschulstadt wuchs Michael Ginster

auf, hier ging er zur Schule, hier lebt er, hier

arbeitet er als Diplom-Ingenieur und Land-

schaftsplaner. In Meckenheim kennt er jede

Ecke, jede Straße, jeden Baum; er weiß über

die Historie Bescheid. „Es sind oft die klei-

nen Dinge, die im Alltag untergehen, die es

aber wert sind, sich einmal anzuschauen,

sich damit zu befassen“. BLICKPUNKT-Mit-

arbeiter Peter Adolf ging mit ihm auf Tour

durch Meckenheim.

Erste Station ist der jüdische Friedhof an

der Dechant-Kreiten-Straße. Eine kleine grü-

ne Oase, eingezäunt, aber das Tor ist nicht

verschlossen. „Die Juden waren einst – nach

den Katholiken – die zweitgrößte Religions-

gruppe in Meckenheim“, erzählt Ginster. „Die

evangelische Kirche wurde erst in den 60iger

Jahren gebaut, als der Zuzug aus Bonn kam“.

Die Juden bekamen das Grundstück 1711 von

der katholischen Kirche zur Bestattung ihrer

Toten zur Verfügung gestellt, es befand sich

damals außerhalb der Stadt, außerhalb des

Siedlungsbereiches. „Heute ist das hier ein

Verborgene Kleinode

in Meckenheim

Mit Michael Ginster

auf Tour

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