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Demeter-Hofladen Bois · Wormersdorfer Straße

47

·

53340

Meckenheim · Tel.:

02225-8360414

·

www.bois.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag

8.00 – 19.00

Uhr · Samstag

8.00 – 16.00

Uhr

Demeter-Hofladen Bois –

aus Überzeugung alles Bio!

Meckenheim (abk).

Für Hubert

Bois ist es eine Frage der Über-

zeugung: Als er 1980 den land-

wirtschaftlichen Betrieb über-

nahm, den sein Urgroßvater

Wilhelm Bois 1874 in Wormers-

dorf zunächst als Selbstversor-

ger gegründet hatte, stellte er

den Hof sofort auf biologisch-

dynamischen Anbau um. Be-

reits vier Jahre später über-

nahm Bois auch den Bio-Hof

der Familie Wüst in Mecken-

heim. Hier steht heute der Hof-

laden, in dem selbstverständ-

lich Obst- und Gemüse aus

eigenem Anbau und darüber

hinaus auch ein Voll-Sortiment

an Bio-Lebensmitteln und öko-

logischen Produkten die Rega-

le füllt. Bois setzt auf kurze

Vertriebswege. Was er nicht

selbst erzeugen kann, kauft er

wenn möglich von Bio-Kolle-

gen aus der Region, um seinen

Kunden frische Ware bieten zu

können. Einiges muss dennoch

im Ausland zugekauft werden,

zum Beispiel Zitrusfrüchte,

die in unseren Breiten nicht

wachsen. Hier hat sich Bois

auch als Importeur einen Na-

men gemacht, hat über Jahre

Kontakte zu Kooperativen auf

Sizilien geknüpft und vertreibt

mit Kazim Bois als Bio-Groß-

händler die importierten Früch-

te seit 1996 auch an andere

Hofläden und Bioläden in der

Region. Im eigenen Hofladen

finden die Meckenheimer Kun-

den vor allem Obst- und Ge-

müse, Molkereiprodukte, Ge-

tränke, Backwaren, Fleisch und

Wurst, Eier, Tiefkühlwaren,

aber auch Tiernahrung sowie

Waschmittel und Kosmetik-

produkte. Zum Verweilen lädt

seit 2008 das Bistro ein. Be-

sonders gern bestellt werden

hier die Salate. Vor allem bei

den Kindern beliebt sind die

zahlreichen Tiere, die Bois auf

seinem Hof hält: Hunde und

Katzen, Ziegen und Kamerun-

schafe, Hühner, Meerschwein-

chen und Kaninchen und auch

das Hängebauchschwein „Frau

Hüsemann“. Sie alle sind zum

Streicheln und Liebhaben da,

keinesfalls zum Essen: „Bei

uns sterben auch die Hühner

eines natürlichen Todes“, be-

tont Tierfreund Bois.

Die Anbaufläche des Biohofs

Bois erstreckt sich auf etwa

50 Hektar von Merl über Wor-

mersdorf bis fast nach Rhein-

bach. Bois legt die strengen

Demeter-Richtlinien an, deren

Einhaltung vom Demeter-Bund

Jahr für Jahr überprüft wird,

bevor das Gütesiegel erneuert

wird. So erfolgt die Wachs-

tumsförderung mit Naturdün-

ger und Heilkräuterzusätzen

sowie Präparaten aus Kuhmist

und Quarz. Herbizide zur Un-

krautbekämpfung sind tabu:

der Biobauer greift zur Hacke,

und das möglichst frühzeitig.

„Ist das Unkraut zu hoch, ist

das Feld verloren“, weiß Bois

aus Erfahrung. Der Lohn für

die Mühe sind Obst und Feld-

früchte, die nicht nur beson-

ders schmackhaft, sondern

auch noch gesund sind. Ver-

waltungsleiter Holger Velden

und ein Team von 30 Mitar-

beitern steht Hubert Bois zur

Seite, in der Erntezeit werden

zusätzlich Saisonarbeiter be-

schäftigt. Auch die Zukunft des

Familienbetriebs scheint ge-

sichert: Sohn Alexander Bois

will in die Fußstapfen seines

Vaters treten und den Bio-Hof

übernehmen.

Hubert Bois aus Überzeugung, alles Bio!